Das biometrische Passbild

Biometrische Fotos werden heute überall auf der Welt für persöhnliche Dokumente verwendet. Anfangs des 21. Jahrhunderts begann man, sie in Reisepässen zu verwenden. Deutschland hat beispielsweise 2005 auf biometrische Bilder umgestellt. Nach Jahren kann man jetzt das biometrische Bild in Ihrem Pass, Visum, Personalausweis, Führerschein und vielen anderen Dokumenten antreffen. Die Europäische Union hat das biometrische Bild als Standard in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eingeführt, so dass Sie in Deutschland, Italien, Polen oder der Slowakei vollkommen gleiche Kriterien an Passbilder antreffen. Auch die Vereinigten Staaten benutzen biometrische Fotos in amerikanischen Personaldokumenten. Biometrische Bilder kann man also überall auf der ganzen Welt finden.

Biometrische Passbilder kann man alleine mit einem Passbild-Generator aufnehmen (was übrigens die einfachste Option ist), oder in Fotoautomaten schießen oder von einem professionellen Fotografen machen lassen. Ganz egal wofür Sie sich entscheiden, es müssen die internationalen Kriterien der biometrischen Normen erfüllt werden, die unterschiedlichen Anforderungen wie Größe, Hintergrund und Gesichtsausdruck umfassen. Diese werden von einem Sachbearbeiter oder einem KI-System überprüft. Entspricht Ihr Bild nicht den Voraussetzungen, wird Ihr Passantrag verzögert oder sogar abgelehnt. Was muss also bei so einem biometrischen Passfoto beachtet werden und wie unterscheidet es sich von anderen Passfotos?

Deutschland Reisepass
Deutschland Reisepass

Die generellen Voraussetzungen an ein biometrisches Passfoto

Es gibt manche allgemeine Voraussetzungen an ein biometrisches Passfoto, die Sie überall erfüllen sollten. Wir haben eine Reihe davon vorbereitet:

  • Biometrische Passbilder sind 35mm x 45mm groß (in manchen Ländern sind es zwei Zoll x zwei Zoll, also 51 mm x 51 mm)
  • Die Höhe des Gesichts muss ungefähr 70 – 80% des Bildes betragen
  • Das Foto muss scharf, kontrastreich und gleichmäßig ausgeleuchtet sein
  • Die Aufnahme muss von schöner Qualität sein und natürliche Hauttöne aufweisen
  • Der Hintergrund muss einfarbig, weiß und darf keine Muster haben
  • Der Kopf muss mittig im Foto und nach vorne sein
  • Die Augen müssen geöffnet sein und der Blick in die Kamera gerichtet
  • Ein neutraler Ausdruck des Gesichts und ein geschlossener Mund sind obligatorisch
  • Eine Kopfbedeckung ist nur aus religiösen Gründen erlaubt
  • Für Kinder und Babys gelten besondere Direktiven.

Diese Punkte sind nur ein Teil aus den Kriterien an biometrische Passbilder. Denken Sie daran, dass jedes Land etwas andere Anweisungen hat, so dass Passbilder in Ihrem Land und Visafotos für andere Länder möglicherweise nicht genau gleich sind. Im Folgenden werden wir jeden Punkt aus der obigen Liste genauer beschreiben.

Format

Ein gültiges biometrisches Passbild sollte 35mm x 45mm groß sein. Dies ist die Standardgröße in Europa, aber Sie können, vor allem in US- und lateinamerikanischen Reisepässen und Visa, auch die Maße zwei Zoll x zwei Zoll finden. Um die Gesichtszüge optimal erkennen zu können, müssen neben dem Gesicht auch Teile der Frisur und des Oberkörpers zu sehen sein. Dazu muss das Gesicht ungefähr 70 bis 80 Prozent des Bildes einnehmen und von der Kinnspitze bis zur Höhe des Kopfes abgebildet sein, und darf nicht in jeglicher Form abgeschnitten sein. Zu den 70 bis 80 Prozent zählt die Frisur nicht, denn es zählt nur die Distanz zwischen dem Kinn und das obere Kopfende. Damit kommt man auf eine Kopfhöhe von zwischen 3,2 bis 3,6 cm, kleine Abweichungen nach oben oder unten sind erlaubt. Das Gesicht muss zudem mittig positioniert werden.

Schärfe und Kontrast

Wenn Sie ein Passfoto biometrie-tauglich erstellen wünschen, darf es nicht unscharf sein. Das Bild muss scharf und konstrastreich sein, damit man die Gesichtszüge erkennen kann und sie vom hellen und einfarbigen Hintergrund unterscheiden kann. Beachten Sie darauf, ein geeignetes Bild zu machen, das nicht überbelichtet ist und nicht an Kontrast verliert, denn das kann Ihren Passantrag verzögern oder gar zu einer Ablehnung führen.

Ausleuchtung

Wenn Sie ein Passbild zu Hause vorbereiten wollen, achten Sie auf die richtige Beleuchtung. Das Gesicht muss vollständig ausgeleuchtet sein. Achten Sie darauf, dass es keine Schatten, Spiegelungen oder andere Einflüsse wie rote Augen gibt, die das Erkennen des Passinhabers erschweren könnten. Die Farbe der Beleuchtung ist ebenfalls sehr wichtig, denn die Haut muss natürlich aussehen, deswegen müssen Sie kaltes und warmes Licht vermeiden. Am besten ist es, das natürliche Licht der Sonne zu nutzen.

Hintergrund

Der nächste wichtige Punkt ist der Hintergrund des Bildes. Normalerweise sollte er bei biometrischen Bildern recht neutral gehalten sein, aber dennoch einen guten Kontrast zu den Stirnfransen und dem Gesicht bilden. Bei blondem oder hellem Haar empfiehlt sich deshalb ein mittel- bis dunkelgrauer Hintergrund, während bei dunklem Haar auch ein hellgrauer Hintergrund verwendet werden kann. Es darf kein Muster oder Hintergrund ohne Kontrast verwendet werden, auch sollte kein Schatten der Person auf dem Hintergrund erscheinen. Achten Sie ebenfalls, dass andere Personen oder Gegenstände im Hintergrund zum Verlust der biometrischen Tauglichkeit führt.

Jedes Land hat spezifische Anforderungen an die Farbe des Hintergrunds für biometrische Passfotos, wenn Sie also ein Passfoto zu Hause vorbereiten wünschen, sollten Sie die Kriterien an die Farbe des Hintergrunds für das jeweilige Land nachschauen. Die häufigsten sind weiß, hellgrau oder hellblau.

Fotoqualität

Auch die Fotoqualität eines biometrischen Passfotos ist von entscheidender Bedeutung. Das Foto muss auf qualitativem Fotopapier mit einer Druckauflösung von mindestens 600 dpi gedruckt werden. Falten und Flecken sind bei biometrischen Passbildern ebenso zu vermeiden wie ein Farbstich in der Grafik oder ein verpixeltes Foto wegen einer zu geringen Auflösung. Etwas, das das biometrische Passbild vor allem macht, ist, dass das Foto sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe erstellt werden kann. Beachten Sie immer darauf, dass das Foto in keiner Weise beschädigt ist.

Kopfhaltung und Gesichtsausdruck

Besonders wichtig bei der Erstellung eines biometrischen Passfotos ist die neutrale Mimik und das Verbot zu lächeln. Zusätzlich zu dieser scheinbar skurrilen, aber für die biometrische Tauglichkeit essentiellen Komponente müssen Sie darauf achten, dass die Person geradeaus in die Digitalkamera oder Handykamera schaut und den Mund geschlossen hält. Ein geneigter Kopf oder sogar ein Blick zur Seite sind bei einem biometrischen Passfoto nicht erlaubt.

Augen & Blickrichtung

Bei einem biometrischen Passbild müssen Sie die Augen offen halten und direkt in die Kamera schauen. Schauen Sie nicht zur Seite, sondern blicken Sie nur in die Kamera. Ihre Augen sollten komplett zu sehen sein, darum sind jegliche Accessoires wie Sonnenbrillen oder Ähnliches nicht erlaubt. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Haare Ihr Gesicht nicht verdecken.

Brillen

Eines der schwierigsten Dinge bei biometrischen Passfotos ist das Tragen einer Brille. Die allgemeine Regel der Biometrie besagt, dass die Augen zu 100 % zu sehen sein sollen. Falls also Ihre Brille, die Sie täglich tragen, Ihre Augen nicht bedeckt oder es schwieriger macht, Sie zu erkennen, können Sie sie gerne tragen. Beachten Sie jedenfalls darauf, dass Ihre Augen deutlich sichtbar sind. Natürlich sind Sonnenbrillen oder getönte Gläser nicht erwünscht.

Wenn Sie ein biometrisches Passfoto selbst machen möchten, müssen Sie die Kriterien an das Foto des jeweiligen Dokumenten überprüfen, denn es gibt ein paar Länder, wie die USA, die keine Brille auf einem Pass- oder Visumfoto akzeptieren. Wenn Sie ein schlecht vorbereitetes Foto einreichen, können Sie Ihre Zeit und Ihr Geld verlieren.

In einigen Ländern ist es unter besonderen Umständen erlaubt, eine getönte Brille zu tragen, aber Sie sollten eine ärztliche Bestätigung über die Erforderlichkeit des Tragens einer dunklen Brille vorlegen.

Kopfbedeckungen

Während der Abfassung eines biometrischen Passbildes sollen Sie keine Haube, Hut oder andere Kopfbedeckungen auf dem Kopf tragen. Generell sind alle Kopftücher nicht erlaubt, aber es gibt manche Ausnahmen. Erstens dürfen Sie aus religiösen Gründen ein Kopftuch tragen, aber manchmal müssen Sie nachweisen, dass Sie Mitglied einer Religionsgemeinschaft sind. Zweitens sollen Sie ein Kopftuch auf einem biometrischen Passbild aus medizinischen Gründen tragen, aber Sie sollten eine Verifikation Ihres Arztes vorlegen. Allerdings darf Ihr Gesicht in beiden dieser Situationen nicht völlig bedeckt sein. Es muss von der Stirn bis zum Kinn sichtbar und erkennbar sein.

Kinder

Einen Sonderfall stellen Kleinkinder und Säuglinge dar. Da diese einen viel kleineren Kopf haben als Erwachsene, sind hier andere Maße erlaubt. Für Kleinkinder bis zum 10. Lebensjahr gilt die Vorgabe, dass die Gesichtshöhe 50 – 80% des Passfotos ausmachen muss. Falls man die Frisur nicht mit einbezieht, entspricht dies zwei,2 bis 3,6 cm vom Kinn bis zum Kopf. Bilder von Kleinkindern werden demnach nur dann abgelehnt, falls ihr Gesicht auf dem Bild weniger als 1,7 cm oder mehr als 4 cm groß ist. Wenn Sie zuhause ein biometrisches Passfoto für ein Kind vorbereiten wünschen, müssen Sie sich Ihre regionalen Anforderungen ansehen, denn meistens gibt es für Kleinkinder etwas andere Kriterien.

Babys

Für Babys und Kleinkinder bis zum Alter von 6 Jahren ist keine biometrische Eignungsprüfung ein Muss. Für Babypassbilder gibt es nämlich spezielle Ausnahmen und Anweisungen. Die größten Unterschiede der Anforderungen bei Passbildern für Babys liegen bei der Mimik (es ist sehr schwer, ein Neugeborenes zu einem neutralen Ausdruck des Gesichts zu zwingen), bei der Kopfhaltung (Frontalaufnahme ist nach wie vor Pflicht) und bei der Zentrierung des Kopfes auf dem Fotoausschnitt. Auch die Augen und die Blickrichtung unterliegen bei Kleinkindern nicht sehr so strengen Regeln. Angestellte sind bei der Kontrolle von Passfotos für Babys flexibler.